Sonntag, 27. März 2011

Luftlos

Die moderne Technik ist ja bekanntlich super. Zeitgenössische Kraftwagen führen zum Beispiel kein old-fashioned Reserverad mehr bei sich, weil
a) die statistische Wahrscheinlichkeit einer Reifenpanne gegen Null tendiert (sagt die Autoindustrie),
b) das eingesparte Gewicht des Ersatzrades Sprit sparen hilft (sagt die Autoindustrie, die gleichzeitig jedes neue Auto immer schwerer macht) und 
c) ein Pannenkit aus Mini-Kompressor und Wunderdichtmittel einen beschädigten Reifen wieder reparieren soll. Soweit die Theorie.

Und hier die Praxis:


Das Pannenkit mit Wunderdichtmittel stößt an seine Grenzen, wenn ein Stein in die Lauffläche eingedrungen ist. Der herbeigerufene ADAC stößt an seine Grenzen, wenn es Sonntag morgen ist und ein Reifen der Größe 215 aufzutreiben ist. Und die Insassen des platten Kraftwagens stoßen an ihre Grenzen, wenn noch 350 Kilometer Fahrt vor ihnen liegen.

Das Ende vom Lied: Mietwagen (teuer), Umräumen  des Gepäcks (anstrengend), Altauto mit neuem Reifen Tage später abholen (teuer und aufwendig). Früher hätte man eine Viertelstunde auf dem Standstreifen mit dem Wagenheber gekämpft und dann wäre die Fahrt mit Ersatzrad weitergegangen.

 Ich weiß schon, warum ich mentaler Maschinenstürmer bin.

Kommentare:

  1. Wenn ich mich recht erinnere, dann haben wir das mit dem reifenwechsel mal in sagenhaften 2min 30sec geschafft und dafür den corinnaR.-Gedächtnispreis gewonnen .. und das mit einem alterschwachen radkreuz ... oder irre ich mich?

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  2. Korrekt. Aber die Reuber-Brüder waren auch nicht schlecht mit ihrem VW 181 im Graben - das ersparte den Wagenheber.

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